Donnerstag, 19 September 2019 19:07

Baufinanzierungen werden noch günstiger !

Beim Zinssatz für Baufinanzierungen gibt es derzeit fast nur eine Richtung – Abwärts. Die aktuelle Ausgabe des Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung (DTB) berichtet, dass die Standardrate auf ein neues historisches Tief gefallen. Der Finanzdienstleister ermittelt monatlich die standardisierte Rate für ein Immobiliendarlehen für einen Kredit in Höhe von 150.000 Euro mit 2% Tilgung und 80% Beleihungsauslauf, um das Zinsniveau widerzuspiegeln. Im August diesen Jahres ist diese Standardrate noch einmal unter dem Tiefststand von Juli gesunken. Und mit 394 Euro erneut weiter unter die 400-Euro-Marke. Zum Jahresbeginn betrug die Standardrate noch 460 Euro. Und auch das war historisch gesehen schon ein extrem niedriger Wert.

Grund sind die historischen Niedrigzinsen, auch weil die Europäische Zentralbank aktuell den Geldhahn noch einmal kräftig aufdreht. Im Gegensatz dazu steigen die Immobilienpreise immer weiter und somit auch der Finanzbedarf der Immobilienkäufer. Für die eigenen vier Wände nahmen Immobilienkäufer im August diesen Jahres durchschnittlich ein Darlehn von 262.000 Euro auf. Vor zwei Jahren betrug das durchschnittliche Darlehn nur 200.000 Euro. Aktuell nutzen die Immobilienerwerber die historisch niedrigen Zinsen für hohe Tilgungen und lange Zinsbindungen.

Quellen: Eigene Recherche, ASScompact, Dr. Klein

Dienstag, 10 September 2019 15:24

BAU-Kindergeld verfehlt das Ziel !

Die eigenen 4 Wände stehen bei den Deutschen immer höher im Kurs. Diese These belegt eine Studie des GEWOS Instituts, wonach auch das Baukindergeld die Zahl der Ein- und Zweifamilienhauskäufe auf ein bundesweit Allzeithoch von rund 248.500 Kauffällen in 2018 getrieben hat. Aber nur deshalb, weil die meisten Erwerber eine Bestandsimmobilie erworben haben. Denn die Transaktionen von Neubauten sind im vergangenen Jahr bundesweit um 4,0% zurückgegangen. Und die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern ist um 2,4% zum Vorjahr gesunken. Seit Jahren ist der Eigenheimneubau auf historisch niedrigem Niveau. In den letzten zehn Jahren wurden in diesem Segment durchschnittlich jährlich nur 99.400 Wohneinheiten fertiggestellt, um die Jahrtausendwende waren es noch mehr als doppelt so viele. „Das im vergangenen Jahr eingeführte Baukindergeld hat zu einem zusätzlichen Run auf Eigenheime geführt“, kommentiert Sebastian Wunsch, der bei GEWOS für die IMA® verantwortlich. Das Ziel Anreize für neuen Wohnraum zu schaffen ist – wir von nahezu allen Immobilienexperten vorhergesagt - verfehlt worden, da das BAU-Kindergeld auch für den Erwerb von Bestandsimmobilien ausgezahlt wird.

Quellen: Eigene Recherche, ASScompact, Gewos Institut

Donnerstag, 29 August 2019 20:26

Elementarschadenversicherung immer wichtiger !

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) e.V. haben Sturm, Hagel, Blitz und Starkregen im ersten Halbjahr 2019 in Deutschland Schäden an Kraftfahrzeugen und Wohngebäuden in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro verursacht. Die Hagelschäden an Autos nahmen zu, die Schäden durch Starkregen an Gebäuden haben sich verringert. Rund 730 Millionen Euro der Schäden in der ersten Jahreshälfte entfallen dabei auf Wohngebäude (langjähriger Halbjahresdurchschnitt: 800 Millionen Euro) und 550 Millionen Euro auf Kraftfahrzeuge. Bei den Naturgefahrenschäden an Autos liegt die erste Jahreshälfte 2019 rund 10% über dem langjährigen Mittelwert von 500 Millionen Euro. Insbesondere im Süden Deutschlands hatte Hagel für viele Blechbeulen und Glasbruch gesorgt.

Die Wohngebäudeversicherer erstatteten im ersten Halbjahr 2019 für Sturm- und Hagelschäden rund 660 Millionen Euro. Die beiden März-Stürme „Dragi“ und „Eberhard“ schlugen zusammen mit gut 300 Millionen Euro Schadensumme zu Buche. Für Starkregenschäden leisteten die deutschen Wohngebäudeversicherer alleine im Juni rund 25 Millionen Euro Schadenersatz. Insgesamt fielen Schäden durch Starkregen, Überschwemmungen und Erdgefahren mit rund 70 Millionen Euro allerdings unterdurchschnittlich aus. Denn der langjährige Halbjahresschnitt liegt mit ca. 140 Millionen Euro doppelt so hoch.

Der GDV weist darauf hin, dass diese Bilanz verzerrt ist. Anders als bei den KFZ-Versicherungen gegen Sturm und Hagel sind noch immer weniger als 50 % der deutschen Wohngebäudebesitzer mit einer Elementarschadenversicherung gegen die erweiterten Naturgefahren versichert. Die erstatteten Schadensummen sind dadurch deutlich geringer als die tatsächlichen Schäden durch Starkregen und andere Naturgefahren. Wir können nur jedem Wohngebäudebesitzer raten, zeitnah eine ausreichende Elementarschadenversicherung abzuschließen.

Quellen: Eigene Recherche, ASScompact