Das Coronavirus verändert das öffentliche Leben – auch im Verhältnis von Mieter und Vermieter zueinander. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was, wenn der Mieter die Miete nicht zahlen kann?

Für diesen Fall ist ein Gesetzesbeschluss auf den Weg gebracht worden, der Mieter für eine bestimmte Zeit absichert. Ihnen darf nicht gekündigt werden, wenn sie die Miete bedingt durch Covid-19 nicht zahlen können. Das gilt vorerst bis Ende Juni 2020 und kann, je nach Verlauf der Pandemie, verlängert werden. Wer in Zahlungsschwierigkeiten kommt, soll früh seinen Vermieter informieren. Damit er glaubhaft machen kann, kein Einkommen zu haben, sollten Arbeitgeber dem Mieter eine entsprechende Bescheinigung ausstellen.

Wie können Vermieter ihre Verbindlichkeiten begleichen?

Vermietern stehen ebenfalls Fördergelder zu, wenn Mieteinnahmen aufgrund der Covid-19 Krise ausbleiben. Sie können auch einen Antrag auf Corona-Soforthilfe stellen. Vermieter können aber auch bei ihrer Bank die Aussetzung des Kredits beantragen, wenn er die Immobilie über einen Kredit finanziert hat. Dasselbe gilt für Eigentümer, die in Ihrer Immobilie wohnen und Covid-19 bedingt kein Einkommen haben.

Was ist mit Reparaturen in meiner Wohnung?

Handwerkliche Tätigkeiten sind erlaubt, solange die staatlichen Vorgaben für Handwerker beachtet werden. Aber alle Arbeiten, die nicht zwingend notwendig sind, sollten allerdings auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
 

Ausziehen, trotz Quarantäne/Covid-19-Erkrankung?

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes gilt in dieser Situation das Vollstreckungsrecht: Das Recht des Mieters auf körperliche Unversehrtheit hat Vorrang vor dem Räumungsinteresse des Eigentümers. „Da alle Menschen aufgerufen sind, sich solidarisch zu verhalten und Kontakte drastisch zu reduzieren, kann der Mieter – auch zum Schutz anderer – nicht zum Auszug verpflichtet werden.“

Darf der Mieter die Kündigung zurücknehmen?

Nein. Ist die Wohnung gekündigt, gibt es kein Recht darauf, die Kündigung zu widerrufen. Die Entscheidung ist endgültig. Einzige Ausnahme: Der Vermieter akzeptiert die Rücknahme. Das kann in der Covid-19 Krise unter Umständen so sein, weil der Vermieter Sorgen haben kann, dass er das Objekt nicht rechtzeitig nachvermieten kann. 

Anträge auf Covid-19 Soforthilfe

Arbeitnehmer und Selbstständige, die Einkommensausfälle zu beklagen haben, können die Corona-Soforthilfe in Anspruch nehmen. Den Antrag für NRW finden Sie hier: https://soforthilfe-corona.nrw.de

Montag, 30 März 2020 12:10

Schadenersatz bei Wasserschaden

Grundsätzlich ist der Verursacher eines Schadens zum Schadenersatz verpflichtet. In einem Miethaus ist das nicht immer so einfach zuzuordnen.

In dem vor dem OLG Frankfurt am Main verhandelten Fall, sollte der den Wasserschaden verursachte Nachbar die Schäden an der Tapete des Nachbars bezahlen. Er weigerte sich und der geschädigte Nachbar klagte gegen ihn. Das OLG sah die Tapeten als „wesentliche Bestandteile“ des Gebäudes an. Und damit war der schadenverursachende Mieter zunächst raus aus dem Schadenersatz. Denn beschädigte Tapeten sind als Wohnungsmangel einzustufen und dieser Mangel ist dem Vermieter anzuzeigen und von diesem auf seine Kosten zu beseitigen. Der Vermieter hat seinerseits allerdings die Möglichkeit, sich an dem den Schaden verursachenden Mieter schadlos zu halten. Vor einer Klage ist also immer erst genau zu überlegen, wen ich zur Schadenbeseitigung auffordere und ggf. verklage.

Quelle: Eigene Recherche, IVD Immo Professional, OLG: 10 U 8/18

Seit 2009 veranstaltet die Immobilien Investment Akademie (IIA) Trainings für Immobilieninvestoren und Immobilienfachleute. Der Trainingsschwerpunkt der mehr als 1.700 Teilnehmer war die Wissensvermittlung zum Vermögensaufbau und Vermögensabsicherung durch Immobilienengagements. Aus den dabei gewonnenen Erfahrungen haben die Experten der IIA die nachfolgenden 7 häufigsten Fehler der Anleger beim Immobilienerwerb zusammengetragen, erläutern Jörg Winterlich und Michael Wiesendorf von der Geschäftsleitung der IIA.

Immer die gleichen sieben, häufigsten Fehler

  • nur auf Wertsteigerung in der Zukunft setzen
  • sich zu kurzfristig bei Zinsvereinbarungen binden
  • Mietendeckel und Mietrecht unterschätzen
  • davon ausgehen, dass die Politik die Immobilie nicht weiter antasten wird
  • steuerlich schlecht beraten sein
  • strategisch falsch aufgestellt sein
  • über kein wirklich wertiges Netzwerk verfügen

Fehlern entgegenwirken

Wenn auch Sie in Immobilien investieren wollen, nutzen Sie unser Wissen, Und nutzen Sie die nächsten drei Trainings der IIA Ende April und Anfang Mai, die besonders auf diese Themen eingehen:

  • Digitalisierung der Buchhaltung für Immobilieninvestoren
  • aktuelle Zinsentwicklung und Ausblick
  • Regulierung und Enteignung von Immobilienbesitz - Herausforderungen für Eigentümer und Investoren.

Zudem gibt die IIA einen ökonomischen Ausblick in Person von Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, dem ehemaligen Präsidenten des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung.

Quelle: Eigene Recherche und Foto, Asscompact,