• Haushalte mit niedrigem Einkommen erhalten ab dem 01.01.2020 mehr Wohngeld – abhängig von Haushaltsgröße, Einkommen und der Mietbelastung
  • Das Baukindergeld läuft zum 31.12.2020 ersatzlos aus
  • Energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum werden seit Jahresbeginn für zehn Jahren durch die Regelungen des neuen § 35c EStG gefördert
  • 20% der Aufwendungen für ein Objekt, höchstens insgesamt 40.000 Euro werden als Steuerermäßigung gewährt
  • Das Geldwäschegesetz soll zukünftig auch bei der Vermittlung von Miet- und Pachtverträgen mit einer monatlichen Miete oder Pacht von mehr als 10.000 Euro (Nettokaltmiete) gelten
  • Der Betrachtungsraum zur Berechnung der Vergleichsmieten zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete ist von vier auf sechs Jahre verlängert worden
  • Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht vor, die Geltungsdauer der Mietpreisbremse für fünf Jahre, bis längstens zum 31.12.2025, zu verlängern
  • Der Anspruch von Mietern auf Rückzahlung zu viel gezahlter Miete aufgrund Überschreitung der zulässigen Miete bei Mietbeginn soll auf die ersten 30 Monate des Mietverhältnisses ausgedehnt werden
  • Der Bundesrat hat am 29.11.2019 einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem die Anforderungen an eine Mietpreisüberhöhung nach § 5 Wirtschaftsstrafgesetz reduziert werden sollen. Demnach soll es ausreichen, dass die vereinbarte Miete die ortsübliche Vergleichsmiete um 20% übersteigt und das Angebot an günstigerem Wohnraum gering ist.
  • Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hat sich auf die bundeseinheitliche Regelung der Maklerkosten beim Kauf von in der Regel selbstgenutzten Immobilien von jeweils 3 % für Käufer und Verkäufer verständigt.
  • Die Landesregierung Berlin führt einen Mietendeckel für 1,5 Millionen vor 2014 gebaute Wohnungen ein, deren Mieten fünf Jahre auf dem Stand von Mitte 2019 eingefroren und für Neuvermietungen Obergrenzen je nach Alter und Ausstattung der Wohnung festgelegt werden. Auch eine Senkung von Bestandsmieten soll möglich sein.
  • Bundesrat und Bundesregierung planen ein weitgehendes Einbauverbot für Ölheizungen ab 2026 und Gas- und Ölheizungen, die seit 1991 eingebaut oder aufgestellt wurden, dürfen maximal 30 Jahre betrieben werden

Quellen: Eigene Recherche, AssCompact, Foto Gerd Altmann-pixabay

Freitag, 10 Januar 2020 10:29

Die größten Fehler beim Immobilienkauf !

Die Mehrzahl der Deutschen möchte in der eigenen Immobilie leben und trotz hoher Preise sind Immobilien beliebter und das Angebot knapper denn je. Wer bei der Suche nach der geeigneten Immobilie ein- oder mehrmals nicht zum Zuge gekommen ist, wird unter Umständen leichtsinniger. Jeder Immobilieninteressent sollte alle Unterlagen sollten sorgfältig prüfen und auch ins Grundbuch schauen, ob es dort Eintragungen gibt, die den Verkauf stören oder den Kaufpreis der Immobilie mindern könnten. Oder gibt es geplante Bauvorhaben oder Nachbarschaftsrechte, die das eigene Bauvorhaben behindern oder wertmäßig mindern?  Vor dem Erwerb einer Eigentumswohnungen sollte man unbedingt die Protokolle der Eigentümerversammlungen und die Instandhaltungsrücklagen prüfen, um später keine bösen und ggf. teure Überraschungen zu erleben. Sind Renovierungen oder Sanierungen geplant?  Auch die Teilungserklärung sollte gründlich studiert werden. Käufer neigen dazu, wegen der derzeit niedrigeren Zinsen dazu, eine zu kurze Zinsbindung und eine zu niedrige Tilgung zu wählen. Grundsätzlich sollte in der heutigen Zeit ein möglichst hoher Tilgungsanteil festgeschrieben werden. Auch die Option von Sondertilgungen kann von Vorteil sein. Bei zu kurzer Zinsbindung kann am Ende der Zinsbindung die Zinssituation deutlich unkomfortabler sein als heute. Da kommt man schnell bei zu knapper Haushaltskalkulation in Schwierigkeiten. An Notarkosten, Maklerprovision und Grunderwerbsteuer denken nahezu alle Erwerber. Aber die Kosten für Möblierung, Gartenanlage, Versicherung, laufende Betriebskosten und Instandhaltungsausgaben werden nur zu oft viel zu niedrig angesetzt.

Quellen: Eigene Recherche, Wirtschaftswoche – Kristina Antonia Schäfer und Michel Sawall, Foto stockAdobe

Montag, 23 Dezember 2019 05:00

Arbeiten nur für Miete ?

Im Schwerpunkt "Mieten am Limit" beleuchtet ZEIT ONLINE die verschiedenen Facetten am bundesweiten Mietwohnungsmarkt. So könnte Sylt schon bald eine Insel ohne Sylter werden. Die Trauminsel lockt immer mehr gut zahlende Touristen an. Da vermietet man zunehmend an Touristen zu stetig steigenden Mietpreisen, die sich viele Ortsansässigen kaum noch leisten können. Unter den hohen Mietpreisen leiden vor allem Geringverdienende. Nach Berechnungen von ZEIT ONLINE müssen z.B. Singlehaushalte durchschnittlich fast 58 Prozent ihres Einkommens für Miete ausgeben. In München liegt die Mietbelastung für Geringverdienende bei rund 53 Prozent ihres Gehalts. Sylt, München, Rottach-Egern und Bad Wiessee am Tegernsee sind die vier deutschen Gemeinden, in denen die Mietkosten für Geringverdienende mehr als 50 Prozent des Einkommens ausmachen.

Wie sehr die Miete zur Last werden kann, zeigt das Kartentrio von ZEIT ONLINE für jede deutsche Gemeinde.

Quellen: Eigene Recherche, empirica regio, Die Zeit, Foto: ClipProject