Freitag, 10 Januar 2020 10:29

Die größten Fehler beim Immobilienkauf !

Die Mehrzahl der Deutschen möchte in der eigenen Immobilie leben und trotz hoher Preise sind Immobilien beliebter und das Angebot knapper denn je. Wer bei der Suche nach der geeigneten Immobilie ein- oder mehrmals nicht zum Zuge gekommen ist, wird unter Umständen leichtsinniger. Jeder Immobilieninteressent sollte alle Unterlagen sollten sorgfältig prüfen und auch ins Grundbuch schauen, ob es dort Eintragungen gibt, die den Verkauf stören oder den Kaufpreis der Immobilie mindern könnten. Oder gibt es geplante Bauvorhaben oder Nachbarschaftsrechte, die das eigene Bauvorhaben behindern oder wertmäßig mindern?  Vor dem Erwerb einer Eigentumswohnungen sollte man unbedingt die Protokolle der Eigentümerversammlungen und die Instandhaltungsrücklagen prüfen, um später keine bösen und ggf. teure Überraschungen zu erleben. Sind Renovierungen oder Sanierungen geplant?  Auch die Teilungserklärung sollte gründlich studiert werden. Käufer neigen dazu, wegen der derzeit niedrigeren Zinsen dazu, eine zu kurze Zinsbindung und eine zu niedrige Tilgung zu wählen. Grundsätzlich sollte in der heutigen Zeit ein möglichst hoher Tilgungsanteil festgeschrieben werden. Auch die Option von Sondertilgungen kann von Vorteil sein. Bei zu kurzer Zinsbindung kann am Ende der Zinsbindung die Zinssituation deutlich unkomfortabler sein als heute. Da kommt man schnell bei zu knapper Haushaltskalkulation in Schwierigkeiten. An Notarkosten, Maklerprovision und Grunderwerbsteuer denken nahezu alle Erwerber. Aber die Kosten für Möblierung, Gartenanlage, Versicherung, laufende Betriebskosten und Instandhaltungsausgaben werden nur zu oft viel zu niedrig angesetzt.

Quellen: Eigene Recherche, Wirtschaftswoche – Kristina Antonia Schäfer und Michel Sawall, Foto stockAdobe

Montag, 23 Dezember 2019 05:00

Arbeiten nur für Miete ?

Im Schwerpunkt "Mieten am Limit" beleuchtet ZEIT ONLINE die verschiedenen Facetten am bundesweiten Mietwohnungsmarkt. So könnte Sylt schon bald eine Insel ohne Sylter werden. Die Trauminsel lockt immer mehr gut zahlende Touristen an. Da vermietet man zunehmend an Touristen zu stetig steigenden Mietpreisen, die sich viele Ortsansässigen kaum noch leisten können. Unter den hohen Mietpreisen leiden vor allem Geringverdienende. Nach Berechnungen von ZEIT ONLINE müssen z.B. Singlehaushalte durchschnittlich fast 58 Prozent ihres Einkommens für Miete ausgeben. In München liegt die Mietbelastung für Geringverdienende bei rund 53 Prozent ihres Gehalts. Sylt, München, Rottach-Egern und Bad Wiessee am Tegernsee sind die vier deutschen Gemeinden, in denen die Mietkosten für Geringverdienende mehr als 50 Prozent des Einkommens ausmachen.

Wie sehr die Miete zur Last werden kann, zeigt das Kartentrio von ZEIT ONLINE für jede deutsche Gemeinde.

Quellen: Eigene Recherche, empirica regio, Die Zeit, Foto: ClipProject

Montag, 16 Dezember 2019 00:27

Mietspiegel zu alt ?

Der Bundesgerichtshof hatte aktuell als Berufung einer Vermieterklage vor dem Amts- und dann Landgericht Magdeburg zu entscheiden, ob eine Mieterhöhung rechtens war. Der Mietspiegel, mit dem die Erhöhung seinerzeit begründet wurde, war 20 Jahre alt. Die Mieterin stimmte der Mieterhöhung nicht zu, der Streit landete vor Gericht mit der Frage, ob ein so alter Mietspiegel zur Mieterhöhung herangezogen werden kann, wenn es um die Miete in einer deutschen Großstadt geht. Auch der BGH als das oberste deutsche Zivilgericht sah die Mieterhöhung als unwirksam an. Laut Urteilsbegründung ist das Heranziehen eines älteren Mietspiegels in Ausnahmefällen zulässig, sofern kein aktuellerer Mietspiegel verfügbar ist. Sinn eines Mietspiegels sei ja, dass die Mieterhöhung für den Mieter nachvollziehbar und schlüssig wird. Das sei mit derart veralteten Angaben jedoch nicht möglich. Und dies gelte auch für den jetzt verhandelten Fall. Das Gericht zeigte in der Urteilsbegründung allerdings auch einen gangbaren Weg, um ein Mieterhöhungsverlangen schlüssig zu begründen, wenn kein aktueller Mietspiegel vorliegt. Der Vermieter hätte drei aktuell vermietete Vergleichswohnungen bestimmen können, anhand derer er die Mieterhöhung festmacht. Dies hätte zu einem deutlich höheren und womöglich ausreichenden Informationsgehalt geführt. BGH, Urteil vom 16.10.2019, Az.: VIII ZR 340/18

Quellen: Eigene Recherche, Asscompact, BGH, Foto: wohnträume