Nach Angaben des FIABCI Deutschland ist aufgrund des Berliner Mietendeckels ein deutlicher Rückzug der Investoren vom Immobilienmarkt zu verzeichnen. Nicht nur in Berlin, sondern bundesweit. Darüber hinaus mahnt der Dachverband immobilienwirtschaftlicher Berufe, dass die geplante Gesetzesänderung die erhoffte Wirkung der Schaffung von mehr Wohnraum klar verfehlen wird. „Sollte das Gesetz im März 2020 tatsächlich in Kraft treten, wird es die Wohnungsnot sogar noch vergrößern. „Und durch die weiter zunehmende Knappheit steigt die Nachfrage weiter an und Mieter mit besserer Bonität sind dabei klar im Vorteil. Doch gerade das wollte die Politik ja vermeiden.“ „Der Mietendeckel ist das absolut falsche Signal an den Markt und ein kontraproduktives Instrument um die Wohnungsnot zu lindern“, meint Heming daher.

Laut einem IW-Gutachten ginge bei rund 70% der Mietwohnungen bei Wiedervermietung eine Mietabsenkung um etwa 25% einher. „Das nennt man schleichende Enteignung“, so Mattner. Die wirtschaftlichen Folgen dieser Vernichtung von volks- und marktwirtschaftlichem Kapital, Immobilienbeständen und letztlich auch Existenzen seien nicht absehbar. „Das Gutachten zeigt, welch desaströsen wirtschaftlichen Schäden die Einführung des geplanten Mietendeckels anrichtet“, so Mattner weiter. Der Mietendeckel verhindere Modernisierungen und führe mittelfristig zu Wohnungen, die nicht instandgehalten werden können. „Das ist Politik auf dem Rücken von kleinen und großen Vermietern sowie den Mietern“, meint der ZIA-Präsident.

Quellen: Eigene Recherche, Asscompact, Foto: Haus und Grund Berlin

Freitag, 29 November 2019 16:35

Online auf Sicherheit achten !

Immer mehr Menschen erledigen ihre Überweisungen und Kontoabfragen am PC, Tablet oder Smartphone. Leider verlassen sich die Nutzer auf die Technik, werden leichtsinnig und vernachlässigen allzu oft die dringend notwendigen Sicherheitsregeln. Laut dem Digitalverband Bitkom achtet jeder vierte Nutzer nicht darauf, das niemand auf den Bildschirm schaut, während er seine Bankgeschäfte tätigt. Nahezu 20 % der Onlinebanker haben entgegen jeder Sicherheitsregel ihre persönlichen Zugangsdaten an Freunde oder Familienmitglieder weitergegeben. Alle technischen Sicherheitssysteme können die nötige persönliche Achtsamkeit nicht ersetzen. Auf gar keinen Fall sollten auf email Anfragen hin persönliche Daten versandt werden.

Quellen: Eigene Recherche, Bitkom Research, Foto wohnträume

Freitag, 22 November 2019 06:42

Mietendeckel hat erste, negative Folgen !

Genossenschaften stoppen wegen Millioneneinbußen ihren Wohnungsbau auf den Buckower Feldern. Dies obwohl der Wohnungsbau auf den Buckower Feldern in Neukölln zu den wichtigsten Bauvorhaben des Senats zur Entspannung des Wohnungsmarktes gehört. Der Oberster Bauherr und Regierender Bürgermeister Michael Müller hatte die Zukunft der Buckower Felder selber vorangetrieben. Dort sollten ab dem Jahr 2021 zu bezahlbaren Preisen 900 Wohnungen entstehen. Denn die landeseigene Firma „Stadt und Land“ baut dort – und wählte dazu noch Genossenschaften als Partner, weil diese für langfristig günstige Mieten in Berlin stehen.

Doch die Genossenschaften steigen aus und begründen das mit der Einführung des Mietendeckels. Die Vorstände der landeseigenen Stadt und Land, die Chefs der „Gemeinnützigen Baugenossenschaft Steglitz“ (GBSt) sowie der bwv (bauen wohnen vertrauen) begründen dies damit, dass durch den Mietendeckel nach deren Berechnungen allein in den nächsten fünf Jahren ca. Neun Millionen Euro Mieteinnahmen fehlen“. Tenor: Wir können uns den Neubau in Buckow nicht leisten". Dabei wird es aber nicht bleiben. Die Vorstände rechnen damit, dass der Mietendeckel nicht wie versprochen nach fünf Jahren wieder abgeschafft wird. Im Gegenteil, denn die Begrenzung der Mieten sei „nicht dazu geeignet, den zur Marktentspannung erforderlichen Neubau zu fördern“. Dabei reichen zurzeit bereits die fertig gestellten Wohnungen von ca. 14.000/Jahr in Berlin bei weitem nicht aus, um allein die zusätzlich in die wachsende Stadt strömenden Menschen mit Wohnraum zu versorgen. So gesehen müsste der Mangel langfristig politisch verwaltet werden. Nach Auffassung der Wohnungsverbände macht diese staatliche Regulierung für die meisten Unternehmen die Neubauvorhaben unwirtschaftlich. Nur noch die politisch gelenkten landeseigenen Firmen seien – gezwungener Maßen – bereit zu diesen Bedingungen zu investieren. 

Quellen: Eigene Recherche, Foto wohnträume